Digital Detox – Was ist nach einem Monat geblieben?

Es ist jetzt etwa ein Monat her, da habe ich mein einwöchiges Digitaldetox-Experiment gestartet. Nun ist es Zeit ein Fazit zu ziehen. Was ist geblieben vom einwöchigen Handy- und Internetentzug?

Als ich mit meinem Experiment begann bekam ich zu hören: „Ja und in einer Woche machst du dann genauso weiter wie vorher, was bringt das also?“. Ich habe auf die Frage nur die Schultern gezuckt, da ich selbst nicht wusste wie es danach weiter gehen wird.

Doch nun, nach einem Monat, möchte ich euch berichten, was sich nachhaltig in meinem Leben verändert hat und was wieder wie in meinem Leben vor dem Digital-Detox ist.

 

Dinge, die sich nachhaltig verändert haben

Vor dem Verlassen des Hauses frage ich mich: Muss ich das Handy jetzt wirklich mitnehmen? Immer wieder komme ich zu dem Entschluss, das ich es nicht brauche und gehe entspannt ohne Handy aus dem Haus.

Bevor ich eine WhatsApp – Nachricht beantworte, frage ich mich: Muss die Nachricht jetzt wirklich sofort beantwortet werden. Oft kann das Antworten noch warten und ich mache es dann in Ruhe und bewusst.

Ich habe Twitter gelöscht. Somit verzichte ich auf den Stress, den bestimmte Tweets eines verrückten Amerikanischen Präsidenten oder anderer durchgeknallten Politiker, auslösen.

Beim Lernen habe ich mein Handy vom Schreibtisch verbannt. Nun lerne ich entspannter und effektiver.

Mein Handy ist öfter über mehrere Stunden am Stück im Flugzeugmodus.

Wenn ich mich beim sinnlosen Rumsurfen im Internet erwische, frage ich mich: Ist das nun wirklich nötig? Dann erinnere mich daran, wie effektiv ich ohne das  Internet war und komme häufiger zurück zur eigentlichen Arbeit.

 Ich besuche wieder regelmäßig die Bücherei und lese analoge Bücher.

 Ich habe plötzlich die Festnetz-Telefonnummer von Freunden in meinem   Festnetztelefon gespeichert und nutze diese häufiger als früher.

 Das ist zwar nicht die Welt, aber doch einiges was sich in den letzten Wochen verändert   und mein Leben deutlich entspannter gemacht hat.

 

Dinge, auf die ich nicht verzichten kann und will

Neben den Dingen die sich geändert haben, gibt es auch Dinge die für mich unverzichtbar sind und die ich in den Wochen nach dem Detox wieder ausgiebig genossen habe:

Das ist vor allem das Hören von Podcasts zum Einschlafen oder bei der Hausarbeit. Während mir die Hausarbeit während des Detoxens ein Kraus war, bin ich nun wieder viel motivierter bei der Sache.

Auch das Fotografieren mit dem Handy möchte ich niemals missen. Denn wer hat schon immer seine schwere Kamera dabei, wenn er per Zufall etwas Schönes entdeckt?

Die YouTube-Kanäle denen ich folge (es sind nur 2-3) habe ich während des Detoxens auch schwer vermisst. Nun bin ich froh, sie wieder stetig verfolgen zu können. Einen dvon stelle ich hier vor.

Auch das schnelle Nachschlagen im Internet bei Fragen wie: „Wie wird das Wetter?“, „Was kommt heute im TV“ oder „Wie lange hat der Baumarkt noch offen?“ ist wirklich eine enorme Errungenschaft der digitalen Welt, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.

 

Fazit

Insgesamt kann ich also ruhigen Gewissens sagen: Ja der Selbstversuch Digital Detox hat mir nachhaltig etwas gebracht. Es haben sich viele Dinge zum Guten verändert und ich habe eine eindeutig entspanntere Einstellung erhalten vor allem was Whats App angeht. Die Panik etwas zu verpassen ist deutlich gesunken, und wenn ich wirklich etwas verpasse bin ich manchmal auch ganz froh drum.

So fragte mich mein Mann nach dem Attentat in Münster abends: „Sag mal was war eigentlich in Münster los?“ und während ich früher bereits seit Stunden durch Twitter im Panikmodus gewesen wäre, antwortete ich diesmal ganz gelassen: „Keine Ahnung, sehen wir ja gleich in den Nachrichten.“

Und auch als mein Vater mich am Telefon fragte ob dank Trump nun der 3. Weltkrieg ausbräche, antwortete ich: „Was ist denn los? Ich habe gar nichts mitbekommen.“

Das alles bedeutet nicht, dass ich es gut heiße völlig uninformiert durch die Gegend zu rennen und die Augen vor allem Schlechten zu verschließen. Ich bin nur gelassener geworden. Ich warte lieber auf kurze knackige, objektive Informationen anstatt mich in jede Panikwelle mit rein ziehen zu lassen.

 

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Mein Leben nach dem Digital Detox – Was geblieben ist…

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