Oder: Wie kommst du eigentlich auf die Ideen für deinen Blog?

Diese Frage wird mir immer mal wieder gestellt. Und eigentlich gibt es eine Antwort die auf 90% der Blogartikel zu trifft: „Ich suche nicht nach den Themen, die Themen kommen zu mir.“

Leider kann man die Ideen nicht in Päckchen bei Amazon bestellen. „Bitte Universum schick mir einmal die Woche eine tolle Idee für meinen Blog“. Nein sie kommen mal in Massen und mal ganz sparsam, und wenn man nach ihnen sucht verstecken sie sich!

Häufig geht es mir so, dass ich mir denke „Ach ich könnte ja mal wieder einen neuen Blogbeitrag schreiben… aber über was?“ und so bald die Frage im Raum steht, entsteht erst einmal eine große weite Leere.

Sicher es gibt ein paar „Notfall-Themen“ über die man immer schreiben kann, doch ich will eigentlich keinen „Notfall-Blog“ posten wenn es nicht unbedingt sein muss.

 

Wer nicht sucht, der findet

Sobald ich geistig abschalte und nicht mehr auf der Suche nach Themen bin kommen die Ideen dann wie von alleine. So kann es sein, dass ich wie vom Blitz getroffen in einer Stunde drei Beiträge schreibe ohne eine Pause zu machen. Dann strudelt es aus mir raus und alles aus meinem Kopf will so schnell wie möglich aufs Papier bzw. in den PC.

Meist ist das der Fall wenn mich ein Thema wirklich berührt. Wenn gerade eine Situation in meinem Leben war oder ist, die mir erwähnenswert erscheint. So hätte ich niemals gedacht einen Blog über Tipps fürs Krankenhaus zu schreiben, wenn mein Papa kein Unfall gehabt hätte und ich nicht staunend vor seinem Bett gesessen hätte und ihn bewundert hätte wie er das alles meistert.

Auch der bisher beliebteste Blogartikel über die leere Bierflasche im Garten kam einfach zu mir geflogen. Ich sah die Flasche, freute mich über das Pfand und fand das ganze sinnbildlich für die positive Psychologie, also muss ich etwas dazu schreiben.

 

Schreiben als Therapie

Wenn ich schreibe, ist das ganze auch immer eine Art Therapie. Klar ich freue mich wenn viele Leute meinen Blog lesen, doch der schönste Moment ist der, in dem ich am PC sitze und die Hände sich verselbstständigen. So als seien sie mit der Seele verbunden.

Vielleicht kennen andere Menschen das, wenn sie ein Instrument spielen oder etwas malen. Es kommt fast von alleine und nach einer halben Stunde denkt man sich: Was habe ich da gerade eigentlich gemacht?

Das Schreiben auch einen therapeutischen Zweck hat, ist übrigens bekannt. Schreibtherapie ist in Amerika eine anerkannte Therapieform, so wie es hier beispielsweise Gestalttherapie oder Musiktherapie ist. Dabei kommt es weniger darauf an, was man schreibt und mehr darauf an, das man schreibt. Denn durch das Schreiben werden viele Gefühle verarbeitet. Zudem gerät man irgendwann in einen Flow in dem man alles andere um sich herum ausblendet.

Man kann sich in einer Welt begeben, in der man Dinge tun kann die in der „realen Welt“ nicht möglich sind. Glücklicherweise kann das Gehirn kaum zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden. Alleine durch das schreiben, kann man also Dinge erleben, für die man in der wahren Welt vielleicht keinen Mut, kein Geld oder keine körperlichen Fähigkeiten hat.

Von der Lust am Schreiben!

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